Nimm dich selbst wichtig und ernst

…, dann tut es dein Leben auch.

Ich hatte gestern eine spannende Erkenntnis, die mir noch mal klar gemacht hat, wie wichtig es ist, mich selbst wichtig und ernst zu nehmen, und gleichzeitig auch den feinen Unterschied zwischen Verantwortung und Verpflichtung zu verstehen und zu fühlen.

WAS ZEIGST DU DEM LEBEN ÜBER DICH?

Ich habe vor einiger Zeit bei einem Vortrag eines Unternehmer-Freundes einen sehr wichtigen Reminder bekommen, der geblieben ist. Er hat die Zuhörer gefragt, was wir dem Leben jeden Tag über uns selbst erzählen und zeigen. Schreiben wir uns als Beispiel immer viel zu viel auf unsere To Do-Listen, die wir dann nicht schaffen, oder sagen wir machen Sport – tun es aber doch nicht – oder nehmen uns vor, endlich diese eine Person anzurufen, laufen aber jedes Mal wieder davon. Die Quintessenz ist: wenn ich dem Leben ständig zeige, dass ich mich selbst nicht ernst nehme – dann wird es auch mein Leben und mein Umfeld nicht tun. Denn unterbewusst zeige und beweise ich es mir jeden Tag aufs Neue selbst und das ist dann auch die Schwingung, in der ich unterwegs bin. Warum kann es uns aber eben manchmal so schwer fallen, die volle Verantwortung für uns und unser Leben zu übernehmen?

VERANTWORTUNG VS. VERPFLICHTUNG

Weil sich Verantwortung oft eher anfühlt wie eine schwere Verpflichtung. Eine Last, die wir tragen müssen und die uns auch unfrei macht. In meinem Fall war es so, dass ich gegenüber meiner Mama von klein auf schon eine große Verpflichtung gespürt habe. In dem Sinne, dass ich mich um sie und ihre Bedürfnisse kümmern soll. Und diese Verpflichtung war für mich unglaublich schwer zu tragen und zu navigieren. Vor allem auch deswegen, weil mich diese Verpflichtung von dem abgehalten hat, was ich eigentlich so gern tun wollte: frei sein und spielen.

Gestern bin ich in dieses Thema stärker eingestiegen, weil es die letzten Tage über sehr präsent war. Und die Erkenntnis war, dass ich einen Widerstand in mir trug, die volle Verantwortung für mich zu übernehmen, weil es sich innerlich wie eine schwer, unfreie Verpflichtung anfühlte. Siehst du den Zusammenhang?

Und dann komme ich wieder auf den Eingangssatz zurück, nämlich sich selbst wichtig und ernst zu nehmen… Denn Verantwortung bedeutet genau das. Mich selbst ernst nehmen, mit meinen Bedürfnissen, Wünschen und Grenzen. Es bedeutet, dass ich der einzige Mensch in meinem Leben bin, der wirklich Antworten geben kann (Ver-antwort-ung!). Und es bedeutet eben auch, dass wenn ich mich für bestimmte Antworten entscheide, dann folgt darauf etwas. Ein Ergebnis, eine Konsequenz, ein Erfolg. Sollte mir das dann nicht gefallen, habe ich wieder die Möglichkeit meine Antwort oder Entscheidung zu verändern – und das ist Verantwortung. Verantwortung muss nicht schwer und belastend sein, sondern kann auch leicht und schön daherkommen.

IST WIE REITEN, NUR ANDERS

Oft helfen ja Bilder total bei sowas. Und da ich seit Klein auf gern reite und Pferde liebe, habe ich hier eine gedankliche Brücke geschlagen. Wenn ich am Ende wie wild durch die Gegend galoppieren will (I love it!), dann gehört es eben auch dazu, dass ich das Pferd putze, es füttere, den Stall ausmiste und das Equipment pflege.

All das zu tun heißt, die Verantwortung zu tragen für das Pferd und mein Erlebnis „Reiten“. Natürlich kannst du das auch auf deinen Sport oder Hobby anwenden. Und genau das Gleiche gilt auch für das Erlebnis „Leben“ von uns allen.

Also ja: du kannst Verantwortung tragen UND dich dabei frei und leicht fühlen.

Und es bedeutet, dass du auf dem Fahrersitz deines Autos sitzt und es aktiv lenkst. Und dir damit auch das Leben erschaffen kannst, das du wirklich willst.

Alles Liebe,

Deine Jasmin

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Jasmin Redweik

Jasmin Redweik